animago: Videointerviews mit Speakern und Nominierten

Der animago AWARD & Conference ist eines der wichtigsten Events für die VFX- und Animationsbranche und seit 2016 in München angesiedelt. Internationale Experten geben Einblicke in ihre Arbeit und herausragende Projekte kämpfen in elf Kategorien um die Awards. Das MedienNetzwerk Bayern hat sich 2017 mitten ins Getümmel gestürzt und mit Unterstützung des FilmFernsehFonds Bayern der bayerischen Branche auf den Zahn gefühlt.

Mit ausgewählten Speakern und Nominierten haben wir darüber gesprochen, welche Möglichkeiten es in der Branche gibt, wo die Herausforderungen der Zukunft liegen, was den Standort Bayern ausmacht und warum Netzwerke so wichtig sind.

Die Interviews

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Matthias Zabiegly, Senior 3D Artist bei Aixsponza, spricht auf der animago Conference 2017 mit dem MedienNetzwerk Bayern über seine Arbeit und die Bedeutung des Standorts München für die Animationsbranche. Aixsponza ist auf 3D-Animation und Visual Effects spezialisiert – insbesondere im Bereich hochwertiger Werbung, Messeinstallationen und Onlineformate für Kunden wie BMW, Audi, Red Bull oder Nike.

Zabiegly erklärt, dass er als „Head of 3D“ sowohl inhaltlich Projekte mitgestaltet als auch Teams koordiniert – mit einem besonderen Fokus auf Licht, Materialien und Oberflächen. Die Nähe zu großen Kunden sowie die gute Ausbildungslage durch Hochschulen in Bayern machen München laut ihm zu einem idealen Standort. Praktika sieht er als besten Einstieg in die Branche.

Anerkennung wie ein Gewinn beim animago Award bedeute ihm und dem Team viel, sagt er. Besonders spannend sei es, wenn Animationen beim Publikum Emotionen auslösen – und dabei idealerweise „einfach schön“ seien.

Matthias Zabiegly ist Head of 3D und Set Supervisor bei der Aixsponza GmbH in München.  Im Rahmen dieser Tätigkeit leitete er große Produktionen unter anderem für Nike-Schuhe-Spots oder RedBull Formula1 Edutainment Animationen.

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Robert Hranitzky, Motion Graphics Designer und Creative Director aus München, sprach bei animago 2017 mit Jacqueline Hoffmann vom MedienNetzwerk Bayern über kreative Prozesse, technisches Know-how und die Bedeutung von Netzwerken in der Animationsbranche. Besonders spannend war für ihn zuletzt das Projekt „TOCA ME Opening Titles“ – eine künstlerisch freie und sehr kreative Arbeit für eine Design-Konferenz in München.

Hranitzky betont, wie sehr sich die Ansprüche in seinem Feld gewandelt haben: Technisch sei vieles heute einfacher zugänglich, doch die künstlerische Qualität und Originalität seien entscheidend. Weiterbildung über Tutorials und Fachkonferenzen sowie ein aktiver Austausch mit anderen Kreativen – auch auf regionaler Ebene – seien essenziell. München empfindet er als idealen Standort mit einer lebendigen Szene und zahlreichen Studios und Agenturen.

Sein Rat für Nachwuchs-Freelancer: Ein solides gestalterisches Fundament ist wichtiger als technischer Perfektionismus. Wer sich als Künstler weiterentwickeln möchte, sollte Disziplin, Gespür für Ästhetik und Offenheit im Teamwork mitbringen.

Robert Hranitzky ist Freelance Designer und Creative Director in München mit dem Schwerpunkt auf Motion Graphics, Design und Animation für Showroom- und Produkt Trailer, Filme, Produktvisualisierungen und Opening Titles.

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Christian Deiss, 3D-Pipeline-Supervisor bei Scanline VFX, gab auf der animago Conference 2017 Einblicke in seinen Arbeitsalltag und die internationale VFX-Branche. In seinem Job sorgt er mit seinem Team dafür, dass Künstlerinnen und Künstler in der Filmproduktion über passende Tools und Programme verfügen. Gemeinsam mit VFX-Supervisoren und Produzenten analysiert er Projektanforderungen und entwickelt oder optimiert technische Werkzeuge für die Umsetzung.

Seinen Einstieg in die Branche beschreibt Deiss als Kombination aus Begeisterung für visuelle Effekte, gezielter Ausbildung – etwa an der HdM Stuttgart – und beruflichem Netzwerk. Ein Schlüsselmoment war für ihn das Erlebnis von „Herr der Ringe“ im Kino. Heute arbeitet er für Scanline in Vancouver, nachdem sich durch berufliche Kontakte eine internationale Gelegenheit ergab.

Scanline wurde ursprünglich in München gegründet – von Thomas Zauner – und ist dort bis heute aktiv. Weitere Standorte gibt es in L.A. und Vancouver. Dass München ein erfolgreicher Ausgangspunkt war, führt Deiss auf die hohe technische Kompetenz und das Ausbildungsniveau in Deutschland zurück.

Internationale Branchenplattformen wie die animago Conference sieht Deiss als wichtige Möglichkeit zum Austausch. Sie fördern Inspiration, Vergleich und neue Perspektiven – ein Ausgleich zur oft intensiven Projektarbeit im Büro.

Christian Deiss arbeitet als Pipeline Supervisor bei Scanline VFX und ist seit 2012 bei Scanline-Unit in Vancouver tätig. Der Muttersitz von Scanline ist in München.

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Leif Petersen, CEO von IGNYTE, gab Jacqueline Hoffmann vom MedienNetzwerk Bayern auf der animago Conference 2017 Einblicke in die Arbeit seines Unternehmens. IGNYTE hat sich in München auf die Bereiche Special Effects, Animation und Sound spezialisiert – mit einem starken Fokus auf Werbung und internationale Produktionen für Kunden wie Audi, Amazon oder Ferrari. In den letzten Jahren hat sich das Unternehmen zunehmend auf interaktive Medien und insbesondere auf Virtual-Reality-Anwendungen konzentriert.

Ein Highlight war die Entwicklung einer hochrealistischen VR-Experience für Audi, in der Nutzer einen Boxenstopp beim 24-Stunden-Rennen erleben können. Diese Erfahrung basiert auf einer Game Engine und erlaubt völlige Bewegungsfreiheit im virtuellen Raum. IGNYTE arbeitet dabei mit Echtzeitberechnungen statt mit vorgerenderten 360°-Videos, was besonders hohe technische Anforderungen mit sich bringt.

Zudem hat IGNYTE mit dem „VR Playground“ eine eigene Plattform entwickelt, die für Multiuser-VR-Erlebnisse in Freizeitparks oder Kinos konzipiert ist. Diese Lösung wird inklusive Hardware und Software an Standorte geliefert, wo Nutzer gemeinsam in virtuellen Umgebungen interagieren können. Die Entwicklung dieser Plattform dauerte rund zwei Jahre und wurde durch zahlreiche Tests begleitet.

München sieht Petersen als starken Standort, nicht zuletzt wegen der vorhandenen Industrie und der Konzentration technikgetriebener Unternehmen im AR- und VR-Bereich – ein Vorteil gegenüber anderen Kreativstandorten wie Berlin.

Leif Petersen ist der CEO und Gründer der IGNYTE GmbH in München. Aktuelle Projekte seiner Firma sind die VR-Experience „LeMans Tribute” von AUDI und das HOLOGATE, eine location-basierte Multiplayer-VR-Plattform.

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Phil Amelung ist Concept Artist bei Trixter in München und spezialisiert auf das Design von Kreaturen – insbesondere für Filmproduktionen. In einem Interview auf der animago Conference 2017 gab er Einblicke in seinen Werdegang, seine Vorlieben und seine Arbeit. Sein Fokus liegt auf der kreativen Entwicklung von Figuren und Kreaturen – mit einem Faible für das Unheimliche. Dabei arbeitet er sowohl an komplett neuen Designs als auch an digitalen Doubles, etwa für Filme wie Final Destination V.

Der Einstieg in die Branche verlief eher organisch – über frühe Erfahrungen in einer kreativen Werkstatt, autodidaktisches Lernen, Netzwerken und praktische Projekte. Besonders stolz ist Amelung auf seine internationale Arbeitserfahrung in Vancouver sowie seinen aktuellen Job bei Trixter, den er als sehr erfüllend beschreibt.

Als gebürtiger Münchner sieht er die Region als fruchtbaren Boden für kreative Freelancer, auch wenn die VFX-Infrastruktur in Deutschland insgesamt noch ausbaufähig sei. Essenziell sei es, gut vernetzt und vielseitig aufgestellt zu sein. Die animago biete dafür ideale Voraussetzungen: ein Ort, um alte Kontakte zu pflegen und neue zu knüpfen.

Phil Amelung arbeitet als Concept Artist bei Trixter in München und ist Spezialist für Creature Concept Designs und Highpoly-Sculpting. Außerdem unterrichtet er digitales Sculpting und Anatomie an der SAE und der LMU.

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Simon Völkl, Concept Artist und Absolvent der Hochschule Deggendorf, wurde 2017 für den animago AWARD in der Kategorie „Beste Visualisierung“ nominiert. Mit seinem Bachelorprojekt „Nanos – Storytelling Motion Design“ überzeugte er als Ein-Mann-Projekt unter über 1000 internationalen Einsendungen – unterstützt lediglich von einem Sounddesigner und einer Sprecherin.

Im Interview mit dem MedienNetzwerk Bayern erzählt er, dass das Projekt aus Eigeninitiative entstand, da es im Studiengang „Medientechnik“ nur wenige Mitstudierende mit Fokus auf 3D-Motion-Design gab. Ursprünglich ohne konkreten Berufswunsch gestartet, entdeckte Simon durch erste Erfahrungen mit 3D-Software seine Begeisterung für Animation.

Inzwischen arbeitet er bei Sky und ist überzeugt, dass Auszeichnungen wie die animago-Nominierung eine wichtige Rolle im Networking und beim beruflichen Einstieg spielen. Sein Rat an Studierende: den eigenen Wert kennen und sich nicht unter Preis verkaufen. Besonders in München sieht er gute Chancen, sich durch Engagement und gute Arbeit schnell ein tragfähiges Netzwerk in der Medienbranche aufzubauen.

Simon Völkl ist in der Kategorie „beste Visualisierung“ für seine Bachelorarbeit „Nanos“ an der Technischen Hochschule Deggendorf nominiert. Mittlerweile ist er seit drei Jahren als Freelancer tätig.