Liquid Content
Was ist Liquid Content? Und warum ist die neue Content-Architektur für Medien wichtig? Antworten gibt es im kostenfreien Deepdive!
Dieser Deepdive schließt an den ersten Deepdive aus dem Jahr 2023 an und befasst sich ein zweites Mal eingehend mit der Authentifizierung digitaler Inhalte – ein Ansatz, der durch den zunehmenden Einsatz von KI-generierten Inhalten immer wichtiger wird.
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Wie die Authentifizierung von digitalem Content funktioniert und was Medienhäuser davon haben – unter anderem das beleuchtet der Deepdive des MedienNetzwerk Bayern Thinktank.
Relevanz

Jacqueline Hoffmann
MedienNetzwerk Bayern Thinktank
„Vor gut einem Jahr haben wir das Thema Content-Authentifizierung im ersten Deepdive unseres Thinktanks und in einer Paneldiskussion bei den Medientagen schon einmal aufgegriffen. Die Resonanz war groß, liegt doch die Herausforderung, die damit adressiert werden soll, auf der Hand: Zu den ‚klassischen‘ Fake News und Desinformationskampagnen, die mit gefälschten oder manipulierten Artikeln, Bildern, Videos oder Audios arbeiten oder Inhalte aus ihrem ursprünglichen Kontext reißen, kommt KI-generierter Content, der auf den ersten Blick immer schwerer als solcher zu erkennen ist.“
Content-Authentifizierung nutzt technische Lösungen wie digitale Fingerabdrücke oder Siegel, um die Herkunft und Bearbeitungshistorie digitaler Inhalte fälschungssicher zu kennzeichnen. Dies ist besonders wichtig, da KI-generierte Deepfakes und manipulierte Medien in Zeiten von Desinformationskampagnen immer schwerer von echten Inhalten zu unterscheiden sind. Durch Standards wie C2PA erhalten Nutzer:innen mehr Transparenz darüber, ob ein Bild oder Video tatsächlich von einer Kamera aufgenommen oder durch KI erstellt wurde.
Content Credentials sind ein offener Open-Source-Industriestandard, der wie ein „digitaler Reisepass“ für Medien fungiert, um die Herkunft und Bearbeitungshistorie von digitalen Inhalten wie Bildern, Videos und Audios fälschungssicher zu dokumentieren. Sie nutzen kryptografische Methoden, um Metadaten und Signaturen direkt in die Dateien einzubetten, wodurch Nutzer:innen per Klick auf ein kleines „cr“-Icon einsehen können, wer den Inhalt wann, wo und mit welchen Hilfsmitteln (z. B. KI-Tools oder spezifische Kameras) erstellt hat.
Dieser Standard wird von einer breiten Allianz führender Technologie- und Medienunternehmen unterstützt, die in der Coalition for Content Provenance and Authenticity (C2PA) organisiert sind.
Neben dem Schutz vor Plagiaten ermöglicht die Technologie neue Erlösmodelle durch die automatisierte Lizenzierung von Inhalten an KI-Unternehmen. Medienhäuser können maschinenlesbare Willenserklärungen (Opt-In/Opt-Out) und Lizenzkonditionen direkt mit ihrem Content verknüpfen, was Transaktionen in Echtzeit erlaubt. So wird die Authentifizierung von einer reinen Kostenstelle zu einer Basis für moderne Geschäftsmodelle im KI-Zeitalter.
Im Gegensatz zu einfachen Metadaten wird ein digitaler Fingerabdruck oder „Hashwert“ kryptografisch direkt mit der Datei verknüpft, was ihn manipulationssicher macht. Er dokumentiert lückenlos die gesamte Bearbeitungshistorie – von der Aufnahme durch eine zertifizierte Kamera bis hin zum finalen Schnitt – und kann für zusätzliche Sicherheit sogar auf einer Blockchain gespeichert werden. Nutzer:innen können diese Informationen per Klick auf ein „cr“-Icon einsehen, um die Echtheit und den Ursprung des Inhalts zweifelsfrei zu verifizieren.