Liquid Content
Was ist Liquid Content? Und warum ist die neue Content-Architektur für Medien wichtig? Antworten gibt es im kostenfreien Deepdive!
Dieser Deepdive beschäftigt sich mit den neuen KI-Suchmaschinen, die das Internet nachhaltig verändern. KI-generierte Texte statt Suchergebnisse in Form von Linklisten: Was bedeutet die Entwicklung für Medienunternehmen?
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Welche KI-Suchmaschinen gibt es bereits, wie funktionieren sie und welche Vorteile haben sie für User:innen – unter anderem das beleuchtet der Deepdive des MedienNetzwerk Bayern Thinktank.
Relevanz

Jacqueline Hoffmann
MedienNetzwerk Bayern Thinktank
„Durch die Integration von generativer künstlicher Intelligenz, die auch ChatGPT möglich machte, können neue KI-Suchmaschinen wie Perplexity, aber auch etablierte Anbieter wie Google und Microsoft ihren User:innen nicht mehr nur Suchergebnisse präsentieren. Sie können deren Fragen direkt beantworten, mit KI-generierten Texten, die das Klicken auf weiterführende Links oft überflüssig machen. Die Befürchtung der Medienbranche: Der SEO-Traffic könnte einbrechen – was das ohnehin schwierige Geschäft weiter belasten würde.“
KI-Suchmaschinen kombinieren klassische Suchmethoden – wie das Durchsuchen eines Internet-Indexes mittels Crawlern – mit den Fähigkeiten großer Sprachmodelle (LLMs). Das LLM analysiert die Suchanfrage, identifiziert relevante Quellen, wertet deren Inhalte aus und generiert daraus eine zusammenfassende Antwort, im Gegensatz zu herkömmlichen Suchmaschinen, die primär Linklisten mit Vorschautexten ausspielen. Dadurch sinkt für Nutzer:innen der Anreiz auf Links zu klicken und die Seiten von denen die Informationen kommen zu besuchen (Zero Click Searches).
KI-gestützte Suchmaschinen wandeln das Internet von einer Linkliste in eine „Antwortmaschine“, was den direkten Besucherstrom (Traffic) zu Medienseiten massiv gefährdet. Während dies für Verlage ökonomische Risiken und rechtliche Konflikte birgt, entstehen gleichzeitig neue Chancen durch Lizenzverträge mit KI-Anbietern und die Stärkung direkter Kundenbeziehungen. Dennoch bleiben technische Mängel wie „Halluzinationen“ und Plagiate zentrale Herausforderungen dieser neuen Technologie.
Medienhäuser können dem Traffic-Verlust entgegenwirken, indem sie direkte Kundenbeziehungen über eigene Kanäle wie Newsletter, Podcasts oder Apps stärken. Zudem bieten Lizenzvereinbarungen mit KI-Anbietern eine neue Erlösquelle. Ein wichtiger Schritt ist die technische Kontrolle über die Datei „robots.txt“, mit der Website-Betreiber:innen den Zugriff von KI-Crawlern im Hauptverzeichnis explizit untersagen können. Entscheidend ist zudem die Rückbesinnung auf qualitativ hochwertige journalistische Inhalte, die als verlässliche Orientierungspunkte gegen KI-Fehler wie Halluzinationen fungieren.