KI-native Medienhäuser
AI First statt AI Added – und wie etablierte Medienunternehmen mithalten können
Dieser Deepdive befasst sich mit KI-nativen Medienhäusern – also mit der Frage, was passiert wenn KI in Redaktionen nicht nur in bestehende Prozesse eingebaut wird, sondern redaktionelle Workflows von Grund auf um KI herum organisiert werden.
Kostenfrei downloadenDeepdive: KI-native Medienhäuser
Wie funktionieren KI-native Medienhäuser? Welche Praxisbeispiele gibt es bereits? Und wie können etablierte Medienunternehmen von AI First profitieren? Diese und weitere Fragen beleuchtet der Deepdive des MedienNetzwerk Bayern Thinktank.
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KI-native Medienhäuser
Diese Themen erwarten Dich im Deepdive
- Wir sind die Neuen: Ein-Personen-Newsrooms und Agenten-Redaktionen
- Der Bauplan: Wie KI-native Medienhäuser funktionieren
- Fallstudie Velora: Durchdachte KI-Infrastruktur mit menschlicher Kontrolle
- Ausblick: Die Sanduhr oder wie etablierte Häuser von AI First profitieren können
Relevanz
Über AI First statt AI Added

Jacqueline Hoffmann
Leitung des MedienNetzwerk Bayern Thinktank
„Große Tanker der Branche beginnen bereits, ihren Kurs zu ändern. Gleichzeitig entstehen neben ihnen kleine unabhängige Boote, die gar nicht erst wenden müssen – und aus Sicht des MedienNetzwerk Bayern Thinktank besonders spannend sind, um von ihnen zu lernen. Neue KI-native Medienprojekte starten mit kleinen Teams und bauen ihre Workflows von Anfang an um KI herum.“
FAQ
Diese und weitere Fragen beantwortet der Deepdive
AI First bedeutet, dass künstliche Intelligenz nicht nachträglich in bestehende Prozesse integriert wird, sondern redaktionelle Workflows von Grund auf um KI herum organisiert werden.
Kleine Teams und Ein-Personen-Newsrooms (z. B. RuntimeWire, RunAgentRun, Velora Cycling) demonstrieren, wie stark automatisierte Workflows die Produktion standardisierter Inhalte ermöglichen.
KI-native Medienhäuser organisieren ihre redaktionellen Prozesse von Grund auf um Künstliche Intelligenz herum. Die Funktionsweise basiert im Wesentlichen auf folgenden Elementen:
- Automatisierter Standard-Workflow, bei dem spezialisierte KI-Agenten strukturierte Teilschritte entlang der Wertschöpfungskettte übernehmen
- Technische Orchestrierung, durch die aus Modellen, Datenbanken und Tools eine zusammenhängende Produktionskette entsteht
- Menschliche Kontrolle (Human-in-the-Loop), insbesondere bei der Auswahl relevanter Themen, der finalen Freigabe und der Interaktion mit dem Publikum
Etablierte Medienhäuser können von „AI First“-Konzepten profitieren, indem sie gezielt das „Sanduhr-Modell“ und die „Speedboat-Strategie“ anwenden.
Das Sanduhr-Modell (Routine in der Mitte automatisieren): KI übernimmt repetitive Standardaufgaben in der Produktion und Aufbereitung (z. B. Transkription, CMS-Einpflege, Formatwandlung). Dadurch entsteht oben mehr Freiraum für exklusive Recherche sowie originären Journalismus und unten mehr Zeit für die direkte Pflege der Publikumsbeziehung.
Die Speedboat-Strategie (Inkrementelles Testen): Statt das gesamte Unternehmen auf einmal umzubauen, testen kleine, flexible Teams („Speedboats“) neue KI-Workflows und Produkte unabhängig von bestehenden Strukturen. Erprobte Ansätze werden anschließend Schritt für Schritt in das Kerngeschäft übernommen.







