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Michael Trautmann: „Mut haben, einfach machen“

„Menschen inspirieren und sie ermutigen, aus ihrer Komfortzone herauszugehen, sich weiterzuentwickeln und damit nicht wieder aufzuhören“ – so beschreibt Dr. Michael Trautmann das, was ihn im New-Work-Kontext besonders erfüllt. Der New-Work-Pionier teilt die wichtigsten Learnings aus seinem Podcast „On the Way to New Work“ und erklärt, warum New Work mehr als nur ein Buzzword ist. 

Dr. Michael Trautmann bei MEDIA meets NEW WORK

„Jahr für Jahr zeigen uns diverse Studien auf, wie viele Menschen innerlich bereits gekündigt haben und wie wenig Menschen eine Arbeit haben, die sie wirklich erfüllt“, so Dr. Michael Trautmann. Untersuchungen zeigen: Knapp 80 Prozent der Menschen haben das Gefühl, ihre Stärken und Talente im Job nicht einsetzen zu können. Dabei seien Talente etwas, aus dem wir Kraft beziehen, meint Trautmann. „Wenn wir unseren Stärken und Talenten entsprechend arbeiten, empfinden wir ein viel höheres Maß an Commitment, wir sind viel leichter im Fokus, wir konzentrieren uns besser, wir produzieren bessere Ergebnisse, wir haben mehr Glücksgefühle und wir haben einen deutlich höheren Beitrag zum Gesamterfolg.“

Das Thema New Work umfasst für Michael Trautmann weit mehr als nur Tools und Buzzwords.  Menschen sollen wieder an das herangeführt werden, was sie im Innersten haben. Doch wie gelingt das am besten? „Mut haben, einfach machen“, meint der  New-Work-Pionier.

Trautmanns wichtigste Erkenntnisse zu New Work:

  1. Arbeit soll Menschen stärken statt schwächen. Das sagte bereits Frithjof Bergmann, der Begründer der New Work-Bewegung. Arbeit habe eine Wirkmacht, die Menschen unglücklich und krank machen, aber auch Energie, Schaffenskraft und Erfüllung freisetzen kann.
  2. Die Themen Führung und Leadership sind entscheidend, damit New Work einen wirklichen Impact auf unsere Art zu arbeiten und das Zufriedenheitsniveau von Menschen hat. 
  3. Weg von „Command and Control”, hin zu „Trust and Inspire“: Die Zeiten, in denen alte, weiße Männer an der Spitze eines Unternehmens konkrete Anweisungen erteilen, neigen sich dem Ende zu.
  4. Selbstreflexion und Selbstführung sind der Schlüssel zu „Trust and Inspire“. Menschen mit Führungsaufgaben sollten sich viel stärker und regelmäßiger selbst reflektieren und an der hohen Kunst der Selbstführung arbeiten, meint Harvard-Professorin Amy Edmondson. Nur, wer sich aktiv mit den eigenen Stärken und Schwächen beschäftigt, kann Destruktives in der Persönlichkeit und im Führungsverhalten erkennen und etwas dagegen tun. 
  5. Dem Leben und Handeln einen tieferen Sinn geben. Untersuchungen belegen, dass Unternehmen mit Purpose erfolgreicher sind. Das betrifft externe Faktoren wie einen steigenden Markenwert, aber auch interne Faktoren wie die Zufriedenheit der Mitarbeiter:innen.
  6. Selbstführung ist auch Selbstmanagement. Um sich selbst zu managen, braucht man klare Prioritäten.
  7. Führung neu denken – egal, ob es um die Führung von Teams, Abteilungen, Bereichen oder ganzen Unternehmen geht. „Be the CEO of your Role“ sagt beispielsweise Brian Robertson, Autor von „Holacracy”, und meint damit, dass Führung in Rollen und nicht mehr hierarchisch vergeben werden soll.
  8. „Gute Führungskräfte sind wie gute Eltern“, sagt Autor und Berater Simon Sinek. Denn: Gute Eltern wollen das Beste für ihre Kinder, ermöglichen Rahmenbedingungen, geben ihnen Raum, sich auszuprobieren und Fehler zu machen.
  9. Gib Verantwortung ab. Führungskräfte müssen akzeptieren, dass sie lauter Mitarbeiter beschäftigen, die in allem, was sie tun, besser sind als sie selbst.
  10. Ohne Diversity und Equity kommen wir nicht zu New Work und New Leadership. Michael Krause, der für Spotify das Europa-Geschäft verantwortet, sagt dazu: „Diversity ist die Einladung zur Party und Inklusion bedeutet, dass wir auch zusammen tanzen.“
  11. Beim Menschen anfangen. Menschen sollten zuerst als Menscheng gesehen werden, danach als Angestellte oder Team. Wenn sich Führungskräfte das zu Herzen nehmen, kommen sie vielleicht nicht sofort auf die Idee, Menschen für Fehler zu feuern, sondern fragen sich selbst, was sie falsch gemacht haben.

Die komplette Keynote von Dr. Michael Trautmann zum Nachschauen: 

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Lasst uns gemeinsam zeigen, dass New Work mehr ist, als ein weiteres Buzzword, mehr als der unfallfreie Umgang mit remote Worktools.

Dr. Michael Trautmann

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