Liquid Content
Was ist Liquid Content? Und warum ist die neue Content-Architektur für Medien wichtig? Antworten gibt es im kostenfreien Deepdive!
Dieser Deepdive beschäftigt sich der veränderten Suche. Wie können Publisher auch in der neuen Situation erfolgreich bleiben?
Jetzt kostenfrei herunterladen!Welche Folgen haben KI-Suchmaschinen für Reichweiten, Geschäftsmodelle und die Sichtbarkeit von Publishern? Und wie können Medienhäuser, Verlage und Content-Anbieter auf die neue Situation reagieren? Unter anderem das beleuchtet der Deepdive des MedienNetzwerk Bayern Thinktank.
Der freie Fall des Search Traffic

Jacqueline Hoffmann
MedienNetzwerk Bayern Thinktank
„Wir stehen nicht am Anfang einer Debatte, sondern mitten in einer tektonischen Verschiebung – für eine ohnehin fragile Branche. Wer sich der Herausforderung jetzt nicht stellt und neue Lösungen sucht, dürfte es schwer haben.“
AI Overviews sind KI-generierte Kurztexte, die direkt über den klassischen Suchergebnissen eingeblendet werden, um Nutzerfragen sofort zu beantworten. Diese „Antwortmaschinen“ führen dazu, dass Nutzer:innen seltener auf Links klicken, da die Informationen bereits in der Suche konsumiert werden können (Zero-Click-Searches).
Während die klassische Suche eine Linkliste liefert, funktioniert der AI Mode (basierend auf Gemini) wie ein Chatbot, mit dem Nutzer:innen eine Konversation führen können. Links zu Quellen sind hier oft spärlich und hinter Icons versteckt, was die Sichtbarkeit für Publisher weiter reduziert.
Für viele Websites und Medienhäuser ist diese Entwicklung ein Problem, da sie deutlich weniger Traffic über die Internet-Suche erhalten. Wenn die KI die Frage bereits direkt auf der Suchseite beantwortet, klicken deutlich weniger Menschen auf die eigentlichen Quellen – man spricht hier auch von „Zero-Click-Searches“.
Das ist derzeit ein großes Streitthema. Viele Medienunternehmen kritisieren, dass KI-Systeme ihre Inhalte ohne Erlaubnis und ohne Bezahlung nutzen, um daraus eigene Antworten zu generieren. Es gibt bereits Beschwerden bei Behörden und Klagen gegen große Anbieter wie Google oder OpenAI.
Ja, es entstehen gerade neue Modelle. Einige Medienunternehmen schließen direkte Lizenzverträge mit KI-Firmen ab. Andere setzen auf technische Standards wie „Really Simple Licensing“ (RSL) oder Plattformen wie „TollBit“, mit denen sie Gebühren verlangen können, wenn ein KI-Bot ihre Seite liest („Pay per Crawl“).