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Medientrends 2021: Diese Entwicklungen bewegen die Branche

SHEconomy, Green Media oder Recommendation Wars: Welche Trends werden für die Medienbranche im Jahr 2021 besonders relevant? Darüber diskutieren Magnus Gebauer, Vernetzung und Strategische Partnerschaften beim MedienNetzwerk Bayern, und Lina Timm, Geschäftsführerin der Medien.Bayern GmbH.

Die Präsentation ‚‚Medientrends 2021‘‘ zum Download.

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Die Fokus-Trends kompakt:

1. „WE“deo

Dass Faktoren wie Corona und Digitalisierung auch für die Medienbranche eine große Rolle spielen, zeigt sich bereits beim ersten Trend: „WE“deo ist zusammengesetzt aus „Wir“ und „Video“ und steht für Gemeinschaftsgefühl im Bewegtbild. Gerade in Zeiten von Social Distancing ist das Bedürfnis nach Gemeinschaft groß. Verbindende Formate im Digitalen sind deshalb aktuell besonders gefragt. Das zeigen die starken Zuwachsraten bei der Livestream-Nutzung seit Ausbruch der Krise wie auch die zunehmenden Group Watch-Angebote von Anbietern wie Disney+, HBO max und Teleparty, so Magnus Gebauer. Doch kann die Lücke abgesagter Veranstaltungen so einfach durch gemeinsame Bewegtbilderlebnisse ersetzt werden? Laut Lina Timm ist dies nur möglich, „wenn durch das Digitale ein Mehrwert besteht“.

2. SHEconomy

Im Bereich SHEconomy wird sich in Zukunft ebenfalls einiges tun. Auch wenn die Medienbranche noch immer weit von paritätischen Führungsverhältnissen entfernt ist, ist der Wandel bereits jetzt auf verschiedenen Ebenen beobachtbar. So werde künftig vermehrt darauf geachtet werden, eine gender-gerechte Perspektive auf Inhalte zu schaffen und die weibliche Sicht auf Unternehmertum und Karriere zu fördern. Die Frauenquote allein ist dabei nicht genug. Als zentrale Voraussetzung für grundlegende Veränderungen sehen Lina Timm und Magnus Gebauer vor allem eines: Awareness.

3. Newsletter statt Newspaper

Newsletter sind schon seit einigen Jahren sehr beliebt. Das ist nichts Neues. Neu ist jedoch die Entwicklung hin zum Newsletter als strategisches Mittel, das Publishern immer ähnlicher wird. Als Beispiel nennt Gebauer das US-Unternehmen Substack, das diesen Trend durch neue Geschäftsmodelle zwischen Werbefinanzierung und Paid-Subscription vorantreibt. Heißt das für die Zukunft tatsächlich Newsletter statt Newspaper?

„Newsletter sind meist sehr auf Nischen fokussiert und werden auf eine Anwendungssituation hin optimiert“, meint Lina Timm. Nutzer*innen könnten dementsprechend verschiedene Newsletter abonnieren, um unterschiedliche Interessen abzubilden. Wichtig ist auch das Thema Persönlichkeit bei Newslettern. Denn: „An Inhalten mangelt es heute nicht. Den entscheidenden Unterschied macht die Person, die dahintersteht, “ so Magnus Gebauer.

4. Green Media Actions

Das Thema Nachhaltigkeit ist spätestens seit Fridays for Future in der Medienbranche angekommen. Doch während Medienhäuser lange nur über das Thema berichteten, gehen Green Media Actions darüber hinaus: Zunehmend werden Medienhäuser in Sachen Umwelt selbst aktiv. Die Ansätze reichen von grünen Content-Formaten über nachhaltige Mediaplanung bis hin zu grünen Geschäftsmodellen. „Unternehmen, die auf Nachhaltigkeit setzen, haben künftig mehr Chancen, größere und auch jüngere Zielgruppen anzusprechen“, so Magnus Gebauer.

5. Voice Interactions

Die Nutzung von Smart Speakern und Sprachassistenten steigt zunehmend an. Gerade weil ein Großteil der Menschen bereits ein Smartphone mit dieser Funktion besitzt, gewöhnen sich Nutzer*innen immer mehr an Voice Interactions, meint Magnus Gebauer. Hinzukommt, dass der Voice-Trend auch von Werbetreibenden und Medienhäusern vermehrt vorangetrieben wird. Geht die Entwicklung also hin zu mehr Paid Content im Audio-Bereich? „Dafür muss zunächst die User Experience weiter optimiert werden“, glaubt Lina Timm.

6. Recommendation Wars

Studien zeigen: Der Großteil der Menschen ist mit den Empfehlungs-Angeboten der Algorithmen unzufrieden. Entsprechend müssen Medienunternehmen auf alternative Methoden setzen, um User*innen bei der Auswahl von Angeboten zu helfen. Doch auch mit neuen Empfehlungsformaten wie Shuffle Play und Human Algorithm bleibt die User Experience an erster Stelle: „Empfehlungsalgorithmen werden nie vor guten Inhalten stehen“, meint Magnus Gebauer.

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Die ersten beiden Ausgaben zum Reinschnuppern:

NETZWERKWISSEN: Human Algorithm 

NETZWERKWISSEN: Podcast interactive

 

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