
Object-based Media
Mit Object-based Media zum hyper-individuellen Nutzungserlebnis
14.03.2022
Die Produktionsabläufe in Medienhäusern sind zwar längst voll digitalisiert, doch meist zielen sie zuerst auf die lineare Verbreitung der Inhalte ab. Für jedes neue Format, für jeden neuen Ausspielweg müssen Inhalte unterschiedlich aufbereitet werden, um das optimale Nutzungserlebnis zu präsentieren – falls dafür überhaupt die nötigen Ressourcen zur Verfügung stehen.

Das Schlagwort Object-based Media beschreibt einen Produktionsprozess, der dieses Vorgehen komplett auf den Kopf stellt. Programme sollen nicht mehr im Schnitt montiert und das gleiche Produkt an alle Empfänger:innen gesendet werden. Stattdessen wird das gesamte Quellmaterial direkt verbreitet, zusammen mit einer Anleitung, wie es auf den Geräten der Nutzer:innen zusammengesetzt werden kann.
Vom Forschungsprojekt zum produktiven Einsatz
Layout und Dauer von Inhalten lassen sich durch dieses Vorgehen mit einem Klick für unterschiedliche Ausspielformate und Social-Media-Plattformen optimieren. Außerdem können sie sich hyper-individuell etwa an das Zeitbudget einzelner Nutzer:innen anpassen. So kann sich die Länge eines Podcast beispielsweise nach der Fahrzeit richten, je nachdem ob Stau zu erwarten ist oder nicht. Auch automatische Recaps von TV-Sendungen oder dem Terminkalender entsprechende Wetterberichte sind denkbar. Zudem schafft die Technologie die Grundvoraussetzung für kostengünstige Barrierefreiheit, etwa um Schriftgrößen im Fernsehen für Menschen mit Sehschwäche anzupassen.
Mehr dazu erfährst du in unserem Netzwerkwissen Mit Object-based Media zum hyper-individuellen Nutzungserlebnis.