Social Media als Nachrichtenquelle

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Social Media als Nachrichtenquelle der Generation Z

29. Januar 2024; aktualisiert am 10. August 2026

In den letzten Jahren haben sich die Informationsquellen, aber auch die Art und Weise des Nachrichtenkonsums maßgeblich gewandelt. Besonders deutlich wird das bei den 14- bis 29-Jährigen, der sogenannten Generation Z. Plattformen wie Instagram, YouTube und TikTok haben im Jahr 2026 global zum ersten Mal in der Geschichte klassische News-Websites und Apps als primären Bezugspunkt für tagesaktuelle Informationen überholt.

Diese Verlagerung zu Social Media bringt neue Herausforderungen mit sich: Eine solide Informationskompetenz wird zu einer der wichtigsten Fähigkeiten, um Nachrichten bewerten zu können. Um mit der Gen Z erfolgreich zu interagieren, ist es für Medienunternehmen an der Zeit, das veraltete Regelwerk aufzugeben und sich auf die neuen Bedürfnisse einzustellen.

Soziale Medien – der wichtigste Touchpoint

Durchgehend online, vernetzt mit der Community und – ganz nebenbei – immer auf dem Laufenden: Für unter 30-Jährige sind soziale Medien der wichtigste Touchpoint für Informationen zum aktuellen Zeitgeschehen, mittlerweile sogar deutlich vor klassischen Internetangeboten.

Diesen historischen Wendepunkt belegen die Ergebnisse des Digital News Report 2026: Nachdem sie bereits in den letzten Jahren immer mehr Wichtigkeit gewonnen haben, haben soziale Netzwerke nun auch global die klassischen News-Websites und Apps als primäre Nachrichtenquelle überholt. Demnach nutzen wöchentlich weit mehr als die Hälfte der Generation Z Social Media als Infoquelle, 52 Prozent dieser jungen Zielgruppe nennen soziale Medien sogar ihre wichtigste Quelle überhaupt.

Dieser Trend ist jedoch nicht mehr nur bei der Gen Z zu verzeichnen: Social Media wird auch zunehmend zum Informationskanal abseits der jungen Zielgruppe. Während die Reichweite traditioneller TV- und Online-Marken in Deutschland im internationalen Vergleich zwar noch relativ stabil bleibt, steigt auch hierzulande die wöchentliche Nutzung von Social Media als Infoquelle über alle Altersklassen hinweg an.

Das Diagramm zeigt die wöchentlich genutzten Online-Nachrichtenquellen von 2013 bis 2026 bei den 18-24-Jährigen. Social Media hat die Nase vorn.
Entwicklung der Nutzung von Social Media als Nachrichtenquelle von 2013 bis 2026 bei den 18-24-Jährigen | eigene Darstellung nach Digital News Report 2026

Instagram, YouTube und TikTok: News-Kanäle der Zukunft?

Die Nutzung für News verlagert sich immer mehr auf videolastige Angebote: 77 Prozent der globalen Bevölkerung konsumieren mindestens einmal pro Woche Online-News-Videos. Mit Blick auf die deutsche Gesamtbevölkerung verteidigen WhatsApp (23 Prozent), YouTube (22 Prozent) und Facebook (21 Prozent) ihre Spitzenplätze, gefolgt von Instagram (17 Prozent). Bei den 18- bis 24-Jährigen zeigt sich hingegen ein anderes Bild: Instagram liegt mit 52 Prozent weit vorne – ein Plus von 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr –, gefolgt von YouTube mit 28 Prozent. Auf Platz drei katapultierte sich bei der Gen Z mit zehn Prozentpunkten mehr im Vergleich zum Vorjahr TikTok (23 Prozent) und überholte damit WhatsApp, das um zwei Prozentpunkte auf 18 Prozent gesunken ist.

Diagramm bildet die Top-Social-Media-Plattformen in Bezug auf Nachrichtenkonsum ab. Vor allem werden die Plattformen Instagram, Facebook, YouTube und WhatsApp genutzt.
Top-Social-Media-Plattformen in Bezug auf Nachrichtenkonsum: Vergleich der Altersgruppen 18-24, 25-34 und 55+ / eigene Darstellung nach Digital News Report 2026

Dieses Bild bestätigt auch die Jugend-Digitalstudie der Postbank aus dem Jahr 2025. Deren Zahlen fallen sogar noch deutlich höher aus: Mit je­weils 68 Pro­zent bleiben Instagram und YouTube bei den aktuell 16- bis 18-Jährigen die beliebtesten Plattformen, gefolgt von WhatsApp, TikTok und Snapchat.

Laut dem diesjährigen Digital News Report konsumieren 60 Prozent der 18-24-Jährigen in Deutschland Nachrichten in sozialen Medien, für 44 Prozent ist es die wichtigste Nachrichtenquelle und für 17 Prozent sind soziale Plattformen sogar die einzige Quelle, über die sie überhaupt mit Nachrichten in Kontakt kommen.

Nachrichtenbedürfnis zunehmend durch Newsfluencer:innen gestillt

Der Shift von klassischen TV-Nachrichtensendungen hin zu mehr Newskonsum auf Social Media verändert auch die Art, wie Informationen auf den Plattformen aufbereitet werden. Der Wunsch nach Persönlichkeit nach dem Motto „Menschen vertrauen Menschen“ zeigt sich insbesondere durch den Boom sogenannter News Creator beziehungsweise Newsfluencer:innen. Diese Content Creators haben sich auf journalistische, nachrichtenbezogene Inhalte spezialisiert. Bekannte Beispiele aus Deutschland sind Fabian Grischkat oder Nina Poppel.

Mehr zum Thema Personal Journalism und Newsfluencer:innen in Deutschland kannst du in unserem Netzwerkwissen zum Thema nachlesen!

Knapp ein Drittel der befragten 18-24-Jährigen gaben laut dem aktuellen Digital News Report an, Inhalte von Creators zu nutzen, die sich hauptsächlich oder manchmal mit Nachrichten befassen, jede:r Zehnte sieht durch diese sein komplettes Nachrichtenbedürfnis befriedigt. Dass Influencer:innen als alleinige Nachrichtenquelle ausreichen, finden allerdings nur zwei Prozent der 18-24-Jährigen – unter den älteren Teilen der Generation Z und Millennials sind es 16 Prozent.

Einig sind sich in allen Altersgruppen 29 Prozent, dass Nachrichteninhalte von Newsfluencer:innen unterhaltsamer und verständlicher sind.

Diagramm zeigt das befriedigte Nachrichtenbedürfnisse durch Content Creators: Alle Altersgruppen vertrauen zunehmend auf Newsfluencer.
Deckung des Nachrichtenbedarfs: Wie sehr sich verschiedene Altersgruppen auf Newsfluencer:innen verlassen. (Basis Gesamt n=266; 18-24=51; 25-34=76; 35-44=58; 45-54=28; 55+=52) | eigene Darstellung nach Digital News Report 2026

Social Media überschwemmt mit Inhalten

Soziale Medien bieten für die Gen Z nicht nur eine weitere Quelle für Nachrichten und Informationen. Auf Social Media erleben junge Menschen eine Fülle von Angeboten, die in ihrer Anzahl und Vielfalt noch nie größer war. Denn die niedrigen Publikumsbarrieren ermöglichen es allen User:innen, Meinung zu äußern, Inhalte zu veröffentlichen und als Talent entdeckt zu werden. Dieser Umstand trägt maßgeblich dazu bei, dass sich die Prozesse der öffentlichen Kommunikation und Meinungsbildung verändert haben. Klassische Medien sind zwar nach wie vor relevant, sie gewähren aber nicht mehr den alleinigen Zugang zur Öffentlichkeit. Meinungsbildung findet zunehmend in sozialen Netzwerken statt. Dies eröffnet zunächst zahlreiche Chancen, bringt jedoch gleichzeitig auch neue Risiken und Herausforderungen für die Medienbranche mit sich.

Warum Fake News viral gehen

Das Problem bei sozialen Netzwerken: Ihre Algorithmen sind nicht auf Meinungsvielfalt und Qualität des öffentlichen Diskurses ausgerichtet, sondern darauf, die Nutzer:innen möglichst lange auf der Plattform zu halten und hohe Klickzahlen zu erreichen. Das führt zu höheren Werbeeinnahmen und funktioniert am besten mit emotionalen oder aufsehenerregenden Inhalten. Gleichzeitig zeigen verschiedene Studien, dass soziale Medien die klare Unterscheidung zwischen Information, Desinformation, Meinung und (politischer) Werbung viele Nutzer:innen vor eine unlösbare Aufgabe stellt. Damit können soziale Netzwerke wie Instagram und TikTok schnell zu einem Ort werden, an dem sich Fake News und Hatespeech ungehindert verbreiten.

Im Rahmen einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens Bitkom Research wurde die Wahrnehmung von Fake News in sozialen Netzwerken in Deutschland im Jahr 2023 untersucht. Fast die Hälfte (48 Prozent) der befragten Social-Media-Nutzer:innen gab an, häufig oder gelegentlich Fake News in sozialen Netzwerken zu begegnen. Nur gut ein Fünftel sind in den vergangenen zwölf Monaten vor der Erhebung keine Fake News aufgefallen.

Social Media als Nachrichtenquelle der Gen Z: Zwei Drittel nehmen Fake News in sozialen Medien wahr
Wahrnehmung von Fake News in sozialen Medien | Quelle eigene Darstellung nach Bitkom Research 2023

Nach den Ergebnissen der Studie wurden die Befragten besonders in Bezug auf die Themen COVID-19, Krieg in der Ukraine sowie Flüchtlinge/Zuwanderung konfrontiert. Die Initiative NewsGuard bewertet Nachrichten- und Informationsplattformen nach ihrer Glaubwürdigkeit. In einer Untersuchung aus dem Jahr 2022 kommt sie zu dem Ergebnis, dass beispielsweise der TikTok-Algorithmus innerhalb von 40 Minuten nach Anmeldung zu falschen oder irreführenden Fakten über den Krieg in der Ukraine leitet.

Eine wachsende Gefahr sind zudem, besonders auf TikTok, künstliche Intelligenz und Deepfakes. Im Dezember 2025 deckte die NewsGuard ein Netzwerk aus 73 TikTok-Accounts auf, die KI-Deepfakes des britischen Premierministers Keir Starmer veröffentlicht hatten. In den Clips wurden ihm radikale Aussagen in den Mund gelegt, um gezielt Klicks und Gewinne zu generieren – mit Erfolg, denn einige Videos wurden über eine halbe Million Mal angesehen.

Interesse an Nachrichten sinkt weiterhin

Global betrachtet haben immer mehr Menschen immer weniger Interesse an Nachrichten – das ist eine der Kernaussagen des Digital News Report 2026. Der Abwärtstrend der letzten Jahre in Bezug auf die deutsche Gesamtbevölkerung setzt sich zwar ebenfalls fort, stagniert aber. Differenziert man die Altersgruppen, ergibt sich dabei ein erstaunliches Bild: Während der Trend bei 55+-Jährigen weiterhin stetig leicht abfällt (2024: 66 Prozent; 2025: 61 Prozent; 2026: 57 Prozent), schwankt das Interesse an Nachrichten in der Altersgruppe 18 bis 24. 2023 waren es nur 28 Prozent, 2025 knapp die Hälfte der Befragten und in der aktuellen Befragung sind es 39 Prozent – ein sich wiederholendes Phänomen. Alle Altersgruppen geben jedoch an, mindestens mehrmals pro Woche Nachrichten zu konsumieren. Im Vergleich der letzten zehn Jahre zeichnet sich der Abwärtstrend dennoch ab.

Das Diagramm zeigt die Entwicklung des Nachrichteninteresses in der Altersgruppe 18-24 von 2013 bis 2026. Nach einem kurzen Wachstum 2025 sinkt das Nachrichteninteresse 2026 wieder.
Entwicklung: Interesse an und Nutzungshäufigkeit von Nachrichten in der Altersgruppe 18-24 von 2013 bis 2026 | eigene Darstellung nach Digital News Report 2026

2025 gab mehr als jeder zehnte Erwachsene mit Internetzugang sogar an, oftmals aktiv die Nachrichten zu umgehen – 59 Prozent taten dies zumindest gelegentlich. Zwischen 2017 und 2022 hat diese Tendenz in allen Altersgruppen zugenommen. Die am häufigsten aktiv vermiedenen Themen sind demnach der Krieg in der Ukraine, Prominente, Gesundheit (z.B. COVID-19) und Sportnachrichten. Besonders in der Generation Z ist der Anteil derer, die Nachrichten aktiv vermeiden deutlich gewachsen. Gründe sind für viele vor allem die negativen Auswirklungen auf die eigene Stimmung, die Menge und der Fokus auf Kriege und Konflikte.

Mehr zum Thema kannst du auch im Netzwerkwissen zum Thema News Avoidance nachlesen!

Welcher Auftrag folgt daraus für die Medienhäuser?

Es ist an der Zeit, dass sich Medienschaffende auf die Bedürfnisse und Lebensumstände der Gen Z einstellen und sie dort abholen, wo sich die junge Zielgruppe aufhält: Social Media. Um den demokratischen Diskurs in sozialen Medien zu stärken, muss die Generation Z für gut recherchierte Nachrichten begeistert werden – mit verständlichen Inhalten, die das Interesse am aktuellen Zeitgeschehen wecken. Es geht nicht nur darum, Nachrichten zugänglich zu machen, sondern die jungen Menschen ebenso in der Fähigkeit zu schulen, Inhalte kritisch bewerten zu können.

News-Angebote für die Generation Z

Immer mehr Medienanstalten und Medienvertreter:innen erkennen die aktuellen Entwicklungen mit ihren Potenzialen, aber auch Risiken. Sie reagieren mit neuen Formaten, um die Generation 14- bis 29-Jähriger mit verifizierten Informationen zu erreichen – immer auch mit dem Ziel, Lust auf Nachrichtenkonsum zu machen und komplexe Themen verständlich herunter zu brechen. Und damit bestenfalls dem sinkenden Interesse an Nachrichten entgegenzuwirken.

In Bayern

Die „News-WG“ ist ein Instagram-Kanal des Jugendprogramms PULS des Bayerischen Rundfunks. Sie möchten junge Menschen genau da erreichen, wo sie sich aufhalten – auf Social-Media-Plattformen. Ihr Ziel: politisch relevante Themen authentisch, auf Augenhöhe und verständlich erklären.

Der „Volksverpetzer“ aus Augsburg setzt sich mit Fake News im Netz auseinander und möchte diesen durch Quellen belegte Argumente entgegenwirken. Den Algorithmus in sozialen Medien haben sie erkannt und für sich genutzt.Die Posts haben ein klares Framing und appellieren an Emotionen, um eine möglichst breite Masse der Gen Z zu erreichen – mit Erfolg: fast eine halbe Million Follower:innen erreicht er auf Instagram.

Mit seiner Arbeit wurde der Volksverpetzer als „Blogger*in des Jahres 2019“ ausgezeichnet. 2020 erhielt er den Augsburger Medienpreis in der Kategorie „Mut“ mit der Begründung, der Blog wolle zu einer ausgewogeneren Meinungsbildung beitragen und versuchen, Verschwörungstheorien und Fake News einzudämmen.

Deutschlandweit

Im Bundestag werden zahlreiche Themen debattiert – doch vieles von dem, was dort besprochen wird, findet seinen Weg nicht aus dem Sitzungssaal heraus. Das funk-Format „DIE DA OBEN!“informiert über Meinungen und Forderungen von Politiker:innen und Parteien. Die Hosts Jan Schipmann, Aline Abboud und Victoria Reichelt berichten über hitzige Debatten, vergleichen die Aussagen aus den Fraktionen und ordnen sie ein – und informieren damit fast 400.000 Menschen auf Instagram und über 344.000 auf YouTube.

Auf YouTube und Instagram erklärt Mirko Drotschmann jungen Menschen als „MrWissen2go“ all das, was man in den Nachrichten nie ganz versteht: das aktuelle Zeitgeschehen, Politik und Geschichte. Mit seinen funk-Formaten ist er zu einer festen Erklärgröße bei der jungen Zielgruppe geworden und ergänzt mit seinen Videos schon vielerorts den Schulunterricht. Die mehr als 2,3 Millionen Abonnent:innen auf YouTube und 330 Tausend Abonnent:innen auf Instagram sprechen dafür, dass ihm eine anschauliche und sachgerechte Vermittlung gelingt. Für seine Arbeit wurde dem Journalisten und YouTuber 2023 das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Journalismus für junge Menschen – so lautet das Ziel der Nachrichten- und Medienseite watson. Sie selbst beschreiben sich als das News-Portal für junge Leute, das über Politik, Nachhaltigkeit, Leben, Sport und Unterhaltung informiert. Auf Instagram erreichen die Hosts mit ihren Inhalten über 181.000 Follower:innen.

Was Medienhäuser aktiv tun können

  • Unterhaltsame Aufbereitung: Nachrichten sollten auf eine unterhaltsame Art präsentiert werden. Infografiken, Erklärvideos und Animationen helfen, die Aufmerksamkeit der Generation Z zu gewinnen und komplexe Inhalte anschaulich zu vermitteln.
  • Klare und einfache Sprache: Ganz entscheidend dafür, die Hürden für den Nachrichtenkonsum zu minimieren: Statt komplizierter Fachbegriffe sollte eine leicht verständliche, klare Sprache eingesetzt werden, die für alle zugänglich ist – ohne, dass ein Wörterbuch nötig ist.
  • Nachrichten ein Gesicht geben: Ob Journalist:in, Influencer:in oder Expert:in – Persönlichkeiten schaffen eine menschliche Verbindung und machen Nachrichten glaubwürdiger. Kurze Videos, Interviews oder Statements schaffen eine authentische Verbindung und bauen eine engere Bindung zur Gen Z auf.
  • Interaktive Elemente einbauen: Nachrichten sollten bestenfalls nicht nur konsumiert, sondern aktiv erlebt werden. Durch Umfragen, Quizze oder Abstimmungen werden die jungen Nutzer:innen ein Teil des öffentlichen Diskurses und setzen sich stärker mit politischen Themen auseinander. Medienunternehmen können damit den Dialog mit der Community aktiv gestalten und vertiefen.
  • Storytelling verwenden: Statt trockenen Fakten ergibt es häufig Sinn, Informationen in Geschichten oder Beispiele zu verpacken, die den Inhalt lebendig werden lassen. Storytelling ermöglicht, komplexe und abstrakte Themen in verständliche und fesselnde Geschichten zu verwandeln.

FAQ

Die wichtigsten Fragen

Über welche Social-Media-Plattformen informiert sich die Generation Z hauptsächlich?

Instagram, YouTube und TikTok sind die primären Plattformen für den Nachrichtenkonsum der Gen Z. Soziale Netzwerke wie Facebook und X spielen für diese Zielgruppe als Informationsquelle kaum eine Rolle.

Welche Rolle spielen Creator und Influencer bei der Nachrichtenvermittlung?

Creator agieren häufig als wichtige Erstkontakt-Quelle und Filter. Die Gen Z bringt Einzelpersonen und bekannten Gesichtern oft ein höheres Erstvertrauen entgegen als abstrakten Medienmarken, sofern die Vermittlung nahbar und transparent wirkt.

Wie können etablierte Medienhäuser die Gen Z auf Social Media erreichen?

Medienhäuser sollten auf zielgruppengerechte Formate setzen: kurze, vertikale Videos (Reels/TikToks), visuelles Storytelling und eine direkte Ansprache. Wichtig ist es, Inhalte nicht eins zu eins aus traditionellen Kanälen zu spiegeln, sondern speziell für die Logik der jeweiligen Plattform aufzubereiten.

Autor:innen

Geschrieben von

Porträt von Manon Harenberg
Manon Harenberg

Seit 2023 schreibt Manon Harenberg für das MedienNetzwerk Bayern über die Veränderungen, die Journalismus und Medien prägen. Ihre Themen reichen von künstlicher Intelligenz und Social Media über soziale Vielfalt bis zu neuen Formaten und Geschäftsmodellen. Durch ihre journalistische Arbeit bei der Süddeutschen Zeitung, dpa und dem ZDF sowie ihre heutige Tätigkeit beim Bayerischen Rundfunk kennt sie die Medienwelt von innen – und erlebt den Wandel, über den sie schreibt, selbst mit.