Die Medienbranche muss diverser werden.
Ein Ratgeber zur Förderung von Arbeiterkindern in den Medien.
Dieser Bericht hilft Medienhäusern dabei, mehr Arbeiterkinder in die Branche zu bringen.
Kostenfrei herunterladenWelche Herausforderungen haben Arbeiterkinder, wenn sie Medienberufe ergreifen wollen? Wie profitieren Medienunternehmen, wenn sie mehr Arbeiterkinder beschäftigen? Und wie schaffen sie es, diese zu gewinnen und zu integrieren?
Unter anderem um diese Fragen ging es in den Round Tables, die im Mai und September 2024 in Kooperation dreier Initiativen der Medien.Bayern GmbH veranstaltet wurden: dem MedienNetzwerk Bayern, Start Into Media und XPLR: MEDIA in Bavaria. Verschiedene Meinungen und Lösungsansätze kamen dabei zum Ausdruck, die dieser kostenfreie Ratgeber zusammenfasst.
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Darum geht’s
Diese Themen erwarten Dich im Ratgeber
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- Diversity & Soziale Herkunft
- Begriffsklärung: Arbeiterkinder, Erstakademiker:innen, Soziale Aufsteiger:innen
- Diese Vorteile haben Medienhäuser, wenn sie Arbeiterkinder beschäftigen
- Mit der Diversität steigen die Herausforderungen
- To-Dos: Was muss sich ändern, damit mehr Arbeiterkinder Medienberufe ergreifen?
- Weiterführende Informationen & Links
Relevanz
Warum es mehr Arbeiterkinder in den Medien braucht

Lukas Schöne
Senior Partner & Program Manager für Journalismus & Audio, MedienNetzwerk Bayern
„Vielfalt ist nicht nur eine Frage der Fairness, sondern auch ein zentraler Erfolgsfaktor für Medienunternehmen. Es liegt an ihnen, eine Arbeitskultur zu schaffen, in der Talente unabhängig von ihrer Herkunft wachsen und sich entfalten können. Dieser Ratgeber soll sowohl Anregung als auch Leitfaden sein, um die notwendige Transformation in der Medienbranche voranzutreiben. Diversität ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit.“
FAQ
Diese und weitere Fragen beantwortet der Ratgeber
Die Begriffe beschreiben Personen, deren Eltern keinen akademischen Hintergrund haben bzw. die selbst als Erste in ihrer Familie den sozialen Aufstieg schaffen. Jeder Begriff bringt jedoch eigene Nuancen und Kritikpunkte bezüglich der Definition und Wertung mit sich.
Unternehmen gewinnen eine größere Perspektivenvielfalt und besseren Zugang zu vielfältigen Bevölkerungsgruppen, was das Medienvertrauen stärkt. Zudem bringen diese Personen oft ausgeprägte Resilienz, Organisationstalent, hohe Loyalität sowie intrinsische Motivation mit und helfen dabei, dem Fachkräftemangel zu begegnen.
Arbeiterkindern fehlt meist der familiäre Rückhalt in Form von beruflichen Netzwerken („gesellschaftliches Kapital“) oder finanziellen Mitteln, um teure Praktika oder unbezahlte Einstiege in Großstädten zu überbrücken. Sie müssen daher deutlich mehr Energie aus eigener Kraft aufwenden.
Echte Vielfalt bedeutet, dass unterschiedliche Meinungen, Erfahrungen und Haltungen aufeinandertreffen. Das erhöht das Konfliktpotenzial und verlangt von Organisationen, diese Unterschiede auszuhalten, anstatt von Minderheiten eine Anpassung oder Assimilation zu erwarten.
Einstellungsprozesse müssen netzwerkunabhängiger, anonymer und offener für Quereinsteiger:innen gestaltet werden. Zudem sind individuelle Mentoring-Programme, geschützte Räume zum Austausch, mehr diverse Vorbilder im Management sowie faire, existenzsichernde Bezahlungsmodelle oder Stipendien notwendig.







